Beyer Verlag, hardcover, Deutsch, ISBN: 978-3-940417-34-3, 128 Seiten,
2012.
Alexander Aljechin (1892 - 1946), der 4. Schachweltmeister,
hat ein Leben voller Höhen und Tiefen durchlebt. Geboren als wohlhabender
russischer Aristokrat, verlor er durch die Oktoberrevolution Hab und Gut und
suchte - von brennendem Ehrgeiz getrieben - sein Heil auf den 64
Feldern des Schachbretts, wo er schon früh eine außergewöhnliche Begabung
zeigte. Seine Genialität entlud sich in zahllosen brillanten Partien und
glanzvollen - aber positionell untermauerten - Kombinationen, bis
heute zählt er zu den überragenden Angriffsspielern der Schachgeschichte. Aber
auch durch seine Kommentierungskunst hat er nachhaltige Zeichen gesetzt, seine
Partiesammlungen und Turnierbücher bieten eine zu seiner Zeit erstaunliche Fülle
an Analysen, die selbst heutige Leser noch zu faszinieren vermögen.
Seinem
schachlichen Genie stehen die menschlichen Schwächen gegenüber, er galt als
egozentrisch und jähzornig, entwickelte eine verhängnisvolle Neigung zu Alkohol
und Nikotin, und er kollaborierte mit den Nazis. Von der Schachwelt geächtet,
starb er krank, verarmt und einsam in einem portugiesischen Seebad. Der Autor
Wolfgang Daniel skizziert in diesem Buch die Vita dieser
widersprüchlichen und schillernden Persönlichkeit, deren schachliche Leistungen
die Zeiten zweifellos überdauern werden.